Christ. Nun, lieber Nachbar, wie steht’s mit dir? Ich bin froh, daß du dich hast bewegen lassen, mit mir zu gehen. Hätte Störrig die Macht und den Schrecken der Dinge, die noch unsichtbar sind, auch so gefühlt wie ich, er würde uns nicht so leichthin den Rücken gekehrt haben.
Willig. Hör, Nachbar Christ, da wir nun beide hier ganz allein sind, so erzähle mir doch weiter, was für Güter es eigentlich sind, die wir suchen, und wie wir derselben teilhaftig werden können.
Christ. Es sind himmlische Güter, die kann man besser im Herzen begreifen, als mit der Zunge davon reden; doch weil du ein so großes Verlangen danach hast, sie kennenzulernen, so will ich dir davon aus meinem Buch vorlesen.
Willig. Glaubst du denn, daß die Worte, die in deinem Buch stehen, auch gewißlich wahr sind?
Christ. Ja gewiß, denn es kommt von dem, der nicht lügen kann[16].
Willig. Nun, das ist gut. Was sind’s aber für Güter?
Christ. Es ist ein ewigwährendes Königreich, in dem wir immerdar wohnen sollen[17], und ein ewiges Leben, das wir ererben können[18].
Willig. Das ist köstlich; und was noch mehr?
Christ. Dort empfangen wir Kronen der Ehren[19] und Kleider[20], darin wir leuchten wie die Sonne des Himmels[21].
Willig. O wie herrlich! Und was noch mehr?