„Folget mir,“ sagte der Mann, „auch ich gehe dahin.“

Sie folgten ihm auf dem sich an die Straße anschließenden Weg, der aber, wie sie bald merkten, immer mehr von der himmlischen Stadt, der sie doch zustrebten, abführte, so daß sie diese schließlich gar nicht mehr sehen konnten. Dennoch folgten sie ihm; aber nach und nach, ehe sie es gewahr wurden, sahen sie sich in Schlingen verstrickt, aus denen sie, aller Anstrengung ungeachtet, sich nicht zu befreien vermochten. Der Schwarze ließ nun sein Kleid fallen, und sie erkannten, in wessen Hände sie gefallen waren. Da lagen sie nun eine geraume Zeit und schrien laut, als sie keinen Ausweg mehr finden konnten.

„Ach,“ sagte Christ zu seinem Gefährten, „nun sehe ich; daß ich mich habe in die Irre führen lassen. Sagten uns nicht die Hirten beim Abschied: Hütet euch vor dem Verführer! Nun hat sich an uns das Wort des Weisen erfüllt: Wer mit seinem Nächsten heuchelt, der breitet ein Netz aus für seine Tritte“ (Spr. 29, 5).

Hoffnungsvoll. Sie versahen uns auch mit einer genauen Beschreibung des Weges, wir haben aber nicht darin gelesen und uns nicht vor dem Weg des Mörders gehütet. Da war David weiser als wir, denn er sagt: „Ich bewahre mich in dem Wort Deiner Lippen vor Menschenwerk, vor dem Weg des Mörders“ (Ps. 17, 4).

So lagen sie nun im Netz gefangen und beweinten ihre Torheit mit heißen Tränen. Endlich sahen sie einen Glänzenden mit einer Geißel in der Hand auf sie zukommen.

„Woher kommt ihr?“ fragte er, „und was tut ihr hier?“

„Wir sind arme Pilgrime,“ antworteten sie, „und wandern nach Zion. An jenem Scheideweg hat uns ein schwarzer Mann in einem hellen Kleid vom Weg abgeführt. Wir sollten ihm nur folgen, sagte er, er gehe auch nach Zion.“

„Das ist ein Verführer, ein falscher Apostel, der sich in einen Engel des Lichts verstellt hat,“ sprach der Glänzende, indem er die Schlingen auseinanderriß. „Folgt mir!“ fuhr er fort und führte sie auf den rechten Weg zurück.

„Wo habt ihr zuletzt geruht?“ fragte er.

„Bei den Hirten auf den lieblichen Bergen,“ antworteten sie.