Christ. Fragtest du nicht, wer der Mann sei und wie du durch Ihn gerechtfertigt werden könntest?
Hoffnungsvoll. Ja; und er sagte mir, daß es der Herr Jesus sei, der da sitzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe (Hebr. 1, 3). „Durch Ihn allein,“ fuhr er fort, „kannst du gerecht werden; du mußt vertrauen auf alles, was Er in den Tagen Seiner Erniedrigung getan, was Er am Stamm des Kreuzes erduldet hat[130].“ Ich fragte ihn weiter, wie dieses Mannes Gerechtigkeit eine solche Kraft und Gültigkeit haben könne, einen andern vor Gott zu rechtfertigen. Er sprach zu mir, daß Er der allmächtige Gott wäre, was Er getan und gelitten, sei um meinetwillen geschehen, Sein Gehorsam und Seine Genugtuung werden mir zugute kommen, wenn ich an Ihn glaube[131].
Christ. Und was tatest du nun weiter?
Hoffnungsvoll. Ich gab es zu, daß der Herr wohl die Sünden der Welt getragen habe, daß Er allen andern Menschen ein gnädiger Heiland sei, aber ich konnte nicht glauben, daß Er auch mich erretten wolle.
Christ. Und was hat Getreu dir darauf geantwortet?
Hoffnungsvoll. Er ermunterte mich, zu dem Herrn zu gehen. Ich hielt dies für Vermessenheit, bis er mir versicherte, daß ich ja eingeladen sei, zu Ihm zu kommen[132]. Er gab mir alsdann ein Buch, vom Herrn selbst eingegeben, um mich desto beherzter zu machen, die Einladung anzunehmen; und er bezeugte von diesem Buch, daß jedes Wort, jeder Buchstabe fester stehe als Himmel und Erde[133]. Hierauf fragte ich, was ich tun müßte, wenn ich zu Ihm käme. Getreu erwiderte, daß ich auf den Knien[134] vom Grunde meines Herzens den Vater im Himmel anflehen müßte[135], daß Er mir Seinen Sohn wolle offenbaren[136]. Ich fragte weiter, wie ich Ihm meine Bitten vortragen müßte: „Du findest Ihn,“ sagte er, „das ganze Jahr auf dem Thron der Gnade, um Vergebung der Sünden zu schenken allen, die zu Ihm kommen[137].“ Nun wandte ich noch ein, ich wisse nicht, was ich sagen sollte, wenn ich zu Ihm käme. Da hieß er mich also beten: „Gott, sei mir Sünder gnädig; verleihe es mir, Deinen Sohn zu erkennen und an Ihn zu glauben; denn ich weiß, daß ich ohne Seine Gerechtigkeit und ohne den Glauben an Ihn auf ewig verloren bin. Herr, ich habe gehört, daß Du ein barmherziger Gott bist, daß Du Deinen Sohn verordnet hast zum Heiland der Welt und daß Du willig bist, Ihn den armen Sündern zu schenken, — und wahrlich, ich bin ein großer Sünder! Herr, hier bin ich, erhöre mich und verherrliche Deinen Namen und errette meine Seele durch Deinen Sohn Jesus Christus! Amen.“
Christ. Und hast du getan, wie er dich’s lehrte?
Hoffnungsvoll. Ja, freilich, und das nicht nur einmal, sondern immer wieder.
Christ. Und wurde dir der Sohn Gottes geoffenbart?
Hoffnungsvoll. Ich mußte mich oft auf meine Knie niederwerfen und immer wieder beten; aber wie ehern war der Himmel über mir.