Hoffnungsvoll. Nein, gewiß nicht; ich wollte bloß wissen, wo wir uns jetzt befinden.
Christ. Wir haben nur noch etwa zwei Meilen zu gehen. Doch laß uns wieder auf unsre Sache kommen. — Die Unwissenden erkennen es nicht, daß, wenn das Gewissen erwacht, dies ihnen zum Segen ausschlägt; darum suchen sie dieses zu übertäuben.
Hoffnungsvoll. Wie kommt das?
Christ. 1. Sie denken, solche Furcht sei durch den Teufel gewirkt (obgleich doch wahrlich die rechte Furcht eine Wirkung Gottes ist), und in diesem Wahn widerstehen sie ihr als einer Sache, die sie schnurstracks ins Verderben bringt.
2. Sie denken, jene Furcht gehe dahin, sie in ihrem Glauben wankend zu machen; aber leider haben die armen Leute doch gar keinen Glauben, und darum verhärten sie ihr Herz dawider.
3. Sie stehen in der falschen Voraussetzung, es gezieme ihnen nicht, sich zu fürchten, und darum werden sie in Verachtung derselben nur frecher und vermessener.
4. Sie sehen, daß jene Furcht ihre erbärmliche Selbstgerechtigkeit zunichte macht, und deswegen widerstehen sie ihr mit aller Macht.
Hoffnungsvoll. Ich weiß davon etwas aus eigener Erfahrung; denn ehe ich mich selber kannte, war’s auch so mit mir.
Christ. Gut, wir wollen nun unser Gespräch über Unwissend abbrechen und eine andre lehrreiche Frage aufwerfen.
Hoffnungsvoll. Recht gern. Aber du mußt den Anfang machen.