So bleibt er doch mein König und ich Sein Untertan.

Er schenkt mir Seine Gnade und Seinen Geist zum Pfand,

Sein Licht erhellt die Pfade mir bis zum Heimatland.

Sein Lieben ist unsäglich, drum ist Sein Preis mein Ziel;

Und rühmt’ ich Ihn auch täglich, ich rühmt’ Ihn nie zu viel!

„Hört ihr’s?“ fragte Mutherz. „Ich zweifle nicht daran, daß dieser Knabe glücklicher ist und mehr von dem edlen Kräutlein, das Zufriedenheit heißt, in seinem Busen trägt als mancher, der in Samt und Seide gekleidet ist[192]. Doch wir wollen in unsrer Unterredung fortfahren:

In diesem Tal hatte unser Herr früher ein Landhaus und weilte sehr gern hier. Er liebte es, in diesen Auen zu wandeln, denn Er fand die Luft hier so angenehm. Zudem ist dies Tal der Demut ein sehr stiller Ort, fern von dem Getümmel und Getriebe dieses Lebens, wovon die Welt allenthalben so erfüllt ist. Hier kann man sich seinen ernsten Betrachtungen hingeben, ohne gestört und gehindert zu werden, wie dies anderorts so leicht geschieht. Auch wird dieses Tal nur von solchen betreten, die das Pilgerleben lieben. Und obwohl Christ hier in schwere Bedrängnis geriet, indem er mit Apollyon zusammentraf und sich mit ihm in einen heißen Kampf einlassen mußte, so kann doch auch gesagt werden, daß in frühern Zeiten manche hier Engeln begegnet sind[193], Perlen entdeckt[194] und Worte des Lebens gefunden haben[195]. Wie schon erwähnt, hatte unser Herr einen Landsitz hier und liebte es, sich da aufzuhalten. Ja, und für das Volk, das gern in diesen Gründen wandelt, hat Er ein jährliches Einkommen hinterlassen[196], das ihnen in bestimmten Fristen getreulich ausbezahlt wird, nämlich für ihren Unterhalt auf der Reise und zur Ermunterung auf die fernere Wallfahrt.“

Sie gewahrten einen Knaben, der seines Vaters Schafe hütete ([S. 261.]).


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