Barmherzig kam und wurde nach ihrem Wunsch gefragt. Sie errötete und sprach: „Der große Spiegel ist’s, der oben im Speisesaal hängt.“
Aufrichtig holte denselben, und er ward ihr mit freudiger Zustimmung gegeben. Da verneigte sie sich, dankte und sprach: „Daran erkenne ich, daß ich Gnade gefunden habe vor euren Augen.“
Auch den andern jungen Frauen gab man, was sie begehrten, und ihren Männern ward großes Lob zuteil, daß sie im Verein mit Mutherz den Riesen Verzweiflung geschlagen und die Zweifelsburg zerstört hatten.
Um der Christin Hals hängten die Hirten ein goldenes Geschmeide; dergleichen legten sie auch ihren vier Schwiegertöchtern um. Sie schmückten sie auch mit Ohrringen und kostbaren Edelsteinen an ihren Stirnen.
Die Pilger wünschten nun ihre Reise fortzusetzen, und die Hirten ließen sie in Frieden ziehen. Da sie aber Mutherz als Führer hatten, der den Weg genau kannte, war es hier nicht nötig, sie auf die ihnen begegnenden Gefahren aufmerksam zu machen, wie es bei Christ und seinem Gefährten geschah.
So brachen sie auf, indem sie sangen:
Wir pilgern durch das Weltgewühl,
Wo unser Pfad oft dornig ist und schwül;
Da singen wir von jener Ruhe gern,
Die noch vorhanden ist dem Volk des Herrn.