Mutherz. Aber warum schriest du denn nicht um Hilfe.
Kämpfer. Das habe ich getan. Ich schrie zu meinem König, der mir jederzeit unsichtbare Hilfe geben und mich stärken kann. Daran genügte mir.
Mutherz. Du hast dich wacker gehalten. Laß mich doch dein Schwert sehen!
Er reichte es ihm. „Wahrlich, das ist eine echte Jerusalemsklinge[227]!“ rief Mutherz aus, nachdem er es eine Weile betrachtet hatte.
Kämpfer. Ja, das ist’s. Und wenn einer eine solche Klinge recht zu gebrauchen versteht, so kann er es mit einem Engel aufnehmen. Sie hält jeden Kampf aus, ihre Schneide wird nimmer stumpf, und sie durchdringt Mark und Bein, auch Seele und Geist und alles (Hebr. 4, 12).
Mutherz. Aber du hast lange gefochten; mich wundert, daß du nicht ermattet bist.
Kämpfer. Ich focht, bis mein Schwert mir an meiner Hand festklebte, so daß Hand und Schwert wie aus einem Guß wurden. Und als das Blut mir über die Finger lief, da stritt ich mit dem allergrößten Mut.
Mutherz. Du hast wohlgetan. Du hast bis aufs Blut widerstanden in dem Kämpfen wider die Sünde (Hebr. 12, 4). Komm mit uns! Du sollst unser Gefährte sein.
Sie nahmen ihn und wuschen ihm die Wunden und reichten ihm etwas zur Erquickung. Während sie miteinander gingen, fragte ihn Mutherz, welcher große Freude an ihm hatte (denn er liebte solche, die sich als tüchtige Streiter bewährten), mancherlei Dinge und das auch um der allgemeinen Erbauung willen.
Mutherz. Was für ein Landsmann bist du?