Kämpfer. Das ist mir eine tiefe Freude. Und was mag das für den lieben Mann erst sein, wenn er die, welche nicht mit ihm ziehen wollten, zu den Toren der himmlischen Stadt wird eingehen sehen!
Mutherz. Ohne Zweifel wird ihm das ein großer Trost sein, mit seiner Frau und seinen Kindern dort wieder vereinigt zu werden.
Kämpfer. Weil wir gerade davon reden, so laß mich bitte deine Meinung darüber hören! Es stellen nämlich etliche in Frage, ob dort einer den andern erkennen werde.
Mutherz. Nun, glauben sie, daß sie sich selber dort kennen und ihrer Seligkeit freuen werden, warum sollten sie nicht auch andre erkennen und an deren Heil sich freuen? Und obwohl diese irdischen Familienbande dort sich auflösen, so wird es dennoch unsre Freude erhöhen, wenn wir die sehen werden, mit denen wir hier so eng verbunden waren.
Kämpfer. Wohl, ich verstehe, was du darüber denkst. — Du wolltest gern noch einiges wissen aus der ersten Zeit meines Pilgerlebens, nicht wahr?
Mutherz. Ja. Waren deine Eltern mit deinem Entschluß einverstanden?
Kämpfer. O nein, sie gaben sich alle Mühe, mich wieder davon abzubringen.
Mutherz. Warum waren sie denn dagegen?
Kämpfer. Sie sagten, es sei ein faules Leben, und wenn ich nicht selber auch zur Faulheit und zum Müßiggang geneigt wäre, würde ich das Pilgerleben nicht erwählen.
Mutherz. Und was hatten sie sonst noch für Bedenken?