Unter Furcht und Zittern schritten sie weiter; doch baten sie den Führer wieder Licht zu machen. Er tat es; so konnten sie den übrigen Teil dieses finstern Weges im Schein einer Laterne zurücklegen[231].
Die Kinder fingen nun an, recht müde zu werden, und riefen zu dem, der alle Pilgrime liebhat, ihnen den Weg leichter zu machen. Bald erhob sich ein Wind, der den Nebel verscheuchte, und es ward etwas heller, so daß sie einander wieder sehen konnten und wußten, wo sie gingen. Doch waren sie noch nicht am Ende des bezauberten Grundes.
Nach einer Weile drangen Laute an ihr Ohr wie von einer feierlichernsten Stimme. Und als sie diesen Tönen näher kamen, war es ihnen, als sähen sie einen Mann auf den Knien liegen, die Hände gefaltet und die Augen nach oben gerichtet, und er schien inbrünstig mit einem zu reden, der in der Höhe war; doch konnten sie seine Worte nicht verstehen. Leise gingen sie vor; da stand jener auf und eilte nach der himmlischen Stadt zu.
Mutherz aber rief ihm nach: „Halt ein, Freund, laß uns deine Gesellschaft genießen, da du, wie es den Anschein hat, nach der himmlischen Stadt gehst!“
Der Mann blieb stehen, und sie kamen zu ihm.
„Ich kenne diesen Mann,“ sagte Redlich, als er ihn erblickte.
„Nun, wer ist’s denn?“ fragte Kämpfer.
Redlich. Er ist aus der gleichen Gegend, wo ich herkomme; sein Name ist Standhaft, und er ist fürwahr ein treuer Pilger.
Als Standhaft nun den alten Redlich sah, sprach er: „Ei, Vater Redlich, bist du’s?“
Redlich. Ja, ich bin’s.