Christ fragte: „Was aber erschreckte dich denn so bei diesem Gesicht?“

Der Mann antwortete: „Nun, ich dachte, der Tag des Gerichts wäre gekommen, und dazu war ich nicht bereit. Das aber erschreckte mich am meisten, daß die Engel ihrer viel emportrugen und mich stehen ließen. Auch öffnete gerade an dem Ort, da ich stand, der Hölle Grund den Rachen. Dabei quälte mich mein Gewissen, und das Auge des Richters war, wie mich dünkte, beständig mit Unwillen und Zorn auf mich gerichtet.“

„Hast du nun dies alles wohl beachtet?“ sprach der Ausleger zu Christ.

„Ja, und ich spüre ebensoviel Furcht als Hoffnung,“ antwortete dieser.

„So fasse denn,“ sagte jener, „alle diese Dinge wohl zu Herzen; laß sie dir wie ein Stachel sein in deiner Seite, daß sie dich vorwärtstreiben auf dem Weg, den du zu gehen hast.“

Christ gürtete jetzt seine Lenden und schickte sich zur Weiterreise an. Der Ausleger sprach: „Der Tröster möge allezeit bei dir sein und dich, mein guter Christ, auf dem Weg geleiten, der zur himmlischen Stadt führt!“

Also trat Christ nun seine Wanderung an, indem er sagte:

Seltsame Dinge waren hier zu schaun!

Ich bin gestärkt, doch regt sich Furcht und Graun.

Gewalt’ge Kämpfe stehen mir bevor.