Christ sprach: „Ich komme von der Stadt Verderben, von dem Ort alles Übels, und wandere nach der Stadt Zion.“

Apollyon. Also bist du mein Untertan; denn dies ganze Land ist mein; ich bin sein Fürst und Gott. Warum entläufst du so deinem König? Hoffte ich nicht, daß du mir noch nützlich sein könntest, mit einem Schlag schmetterte ich dich zu Boden!

Christ. Ich bin allerdings in deinem Reich geboren, aber dein Dienst war hart, und von deinem Sold konnte man nicht leben; denn der Tod ist der Sünde Sold (Röm. 6, 23). Deswegen, da ich zu reiferen Jahren kam, wünschte ich sehnlichst eine Veränderung.

Apollyon. Kein Fürst oder Herr läßt seine Untertanen so leichthin gehen, und auch ich werde, daß du es nur eben weißt, dich nicht so leichten Kaufes preisgeben. Daß du dich über den Dienst und Sold beklagst, so sei nur zufrieden und kehre wieder mit mir um, denn was unser Land darbietet, das sollst du haben!

Christ. Ich habe mich schon einem andern Herrn, nämlich dem König aller Könige, zugesagt; wie kann ich mich nun als ehrlicher Mann so leicht wieder zu dir kehren?

Apollyon. Du wirst erfahren, was man im Sprichwort sagt: du wirst vom Regen in die Traufe kommen; denn es ist an der Tagesordnung, daß die, so sich als Seine Diener ausgeben, Ihm nach kurzer Zeit wieder entlaufen und zu mir zurückkehren[73]. Tue du auch also, und alles wird noch gut werden.

Christ. Ich habe Ihm mein Wort gegeben, ich habe Ihm den Eid der Treue geschworen, verließe ich Ihn nun, so verdiente ich ja als ein Abtrünniger, als ein Verräter den Tod.

Apollyon. Ganz dasselbe hast du mir getan, und doch will ich alles übersehen, wenn du jetzt wieder zurückkehrst.

Christ. Was ich dir zugesagt habe, das habe ich als ein Unmündiger getan; auch kann mein Herr, unter dessen Fahne ich nun stehe, mich dieses Versprechens entbinden, sowie Er mir alles vergeben kann, was ich als dein Knecht getan habe. Aber ich sage dir’s offen, du Verderber Apollyon, Sein Dienst, Sein Sold, Seine Diener, Seine Herrschaft, Sein Volk und Sein Land, das alles ist mir viel lieber, als was du mir bietest. Darum laß ab von mir! Es bleibt dabei: Ich bin Sein Diener, und Ihm will ich folgen.