Du gabst das gute Schwert mir in die Hand,
Dir sei der Ruhm! Du hast mein Leid gewandt!“
Von unsichtbarer Hand wurden ihm nun Blätter gereicht vom Baum des Lebens, welche er auf seine im Kampf erhaltenen Wunden legte; und alsbald war er geheilt. Er ruhte ein wenig und erquickte sich an den Gaben, die er kurz vor dem Kampf erhalten hatte: an Brot und Wein. Neugestärkt ging er dann mit gezücktem Schwert weiter, denn er erwartete jeden Augenblick einen neuen Angriff. Jedoch er kam ohne weitern Kampf durch das Tal.
An dessen Ende schloß sich noch ein andres an, das Tal der Todesschatten, und Christ mußte notwendig auch hindurchgehen, zumal der Weg zur himmlischen Stadt mitten durch dasselbe führte. Dies Tal ist einer Einöde gleich. Der Prophet Jeremia beschreibt es also: „Es ist eine Wüste, ein wildes, ungebahntes Land, dürr und finster, da niemand wandelt noch ein Mensch wohnt“ (Jer. 2, 6). Wie wir sehen werden, hatte Christ allhier noch einen schwereren Stand als im Kampf mit Apollyon.
Am Eingang dieses Tales nun begegneten ihm zwei Männer, die aufs eiligste zurückflohen. Sie stammten von jenen Männern ab, die einstmals dem Gelobten Land ein böses Geschrei machten (lies 4. Mose 13).
„Wohin so eilig?“ redete Christ sie an.
„Zurück, zurück!“ riefen sie, „wenn dir dein Leben lieb ist, so komm mit uns!“
Christ fragte: „Weshalb? Was gibt’s denn?“
Sie antworteten: „Du fragst noch? Wir gingen denselben Weg wie du, so weit als wir nur wagen durften. Aber es fehlte nicht viel, so hätte es kein Umkehren mehr gegeben. Nur noch ein wenig weiter und wir wären verloren gewesen und hätten dir diese Nachricht nicht überbringen können.“
„Aber was ist euch denn begegnet?“ fragte Christ.