Wie er das sah, griff er sie bei den Armen. Er wußte nicht, was er mit ihr tun sollte, er wußte nur, daß er sich rächen wollte an diesem Geschöpf, das ihn beraubt.

Sie bog sich wie eine Katze unter dem Druck seiner rauhen Hände. Und auf diesem selben Platze, auf dem sie an jenem ersten Abend miteinander gerungen in begehrender Liebe, rangen sie nun in widerstrebendem Haß.

Von seinem mißhandelten Handgelenk floß Blut und befleckte die Seide ihres Kleides und ihre weiche, bräunliche Haut, während ihre Lippen unerhörte Beschimpfungen, die er nicht verstand, von sich schleuderten.

Immer wieder versuchte er, sie niederzuzwingen, und immer wieder flog ihr schlanker Körper empor wie eine Gerte unter seinen Händen.

Es war, als ob er seine Kraft an sie gegeben habe in diesen paar
Monaten…

War es das, oder war es der Duft, der von ihr ausging und ihn betäubte, daß er sie nicht niederkriegen konnte?—

Kurz: er fühlte, daß er auch hier der Schwächere geworden war…

Da gab er sie frei und taumelte hinaus, verfolgt von ihrem höhnischen und triumphierenden Lachen.

5

Bis zum Morgen ging er durch die Straßen. Als es dämmerte, schlug er die Richtung nach dem Norden ein.