Also Bauer und Riegler!—Welcher Sieg: er hatte den berühmten Meister Österreich-Ungarns gleichermaßen geschlagen, wie die hoffnungsvollste Kraft der Jugend. Er wußte, daß er vorzüglich geschwommen hatte. Wenn die erreichten Zeiten sich so nah lagen—eine Außergewöhnlichkeit bei einem Rennen über eine so lange Strecke—so lag das bei ihm nur daran, weil er durchaus seinen Stil beibehalten hatte. Ohne diese überflüssige Zugabe hätte er leicht heute noch den Weltrekord über 600 Meter—10:05 1/2—verbessern können.

Es war ein Sieg wie keiner. Vielleicht sein größter. Weshalb schien man das nicht zu begreifen?—Was sollte das alles überhaupt heißen?— Warum kam man denn nicht zu ihm?—

Auf der linken Seite, der Wasserseite, dem Ufer gegenüber, lagen die für die Klubs und die geladenen Gäste reservierten Plätze. Man saß dort nicht mehr, sondern alles stand dicht durcheinander, kam und ging. Nur die Klubmannschaften bildeten noch einzelne Gruppen.

Dort sah Felder die blau-weißen Farben. Und mit plötzlichem Entschluß drängte er sich durch die Menschen und Stühle, ohne daß ihn jemand beachtete. In seinen Augen war alles Licht erloschen und er lächelte nicht mehr.

Nach ein paar Schritten stand er still. Er konnte nicht weiter. Er wartete. Er stand jetzt der Gruppe so nah, daß man ihn von dort aus sehen mußte.

Jetzt würden sie zu ihm kommen…

Er stand da und wartete, und Koepke, der ihm gefolgt war, ohne zu wissen, wohin Felder wollte, stand neben ihm.

Er hörte die Stimmen, bekannte Stimmen, und er wußte, wer sprach. Das war der Vorsitzende, und das, das—war Nagels ruhige, sichere Stimme.

Niemand kam. Niemand schien nach ihm hinzusehen. Niemand sprach ihn an. Was sollte es bedeuten!—Was konnte das bedeuten?—

Er ertrug es nicht mehr. Und er ging weiter, und dicht an den Mitgliedern des S.-C. B. 1879 vorüber. Er sah sie an und sie sahen ihn an.