Es war alles wie abgeschnitten. Es war alles vorbei.—

Er sprach überhaupt kaum ein Wort mehr.

So lebte er noch vierzehn Tage.

Dann fühlte er eines Tages, daß er das Leben nicht mehr ertragen konnte.

Irgend etwas, er wußte selbst nicht was, war gebrochen in ihm, und damit seine Kraft zum Leben. Er fühlte es deutlich.

Es nutzte nichts, dies Denken, um herauszukommen. Er kam nicht darüber hinweg.

Es war, als wenn alles tot in ihm wäre: alle Sehnen plötzlich durchschnitten von einer ungeheueren Enttäuschung.—

Es war wieder ein Sonntag, einer dieser leeren, durch keine Arbeit und keine Freude mehr erträglich gemachten Tage, und erwälzte sich auf seinem harten Bett in seinem kleinen Zimmer in dumpfer Verzweiflung hin und her. Was sollte er tun?—Er wußte es nicht mehr.

Er hatte keine Eltern, keine Geschwister, keine Freunde, keine Geliebte mehr. Sinnlos war sein Leben geworden, zwecklos und freudlos.

Und wie er mit den Händen schlug, raschelte etwas auf ihn nieder: verdorrte Lorbeerblätter, die beim Niederfallen in Staub zerfielen.