»Thea,« sagte Lukas, als sie in ihrem Auto saßen und nach Hause fuhren, »du sprachst von deinem großen Fest, welches du geben willst, du hättest dich erst mit mir darüber verständigen sollen.«
Thea lachte. »Seit wann das? Habe ich nicht stets nach Belieben Gäste versammelt, ohne vorher deine gütige Erlaubnis einzuholen? Seit wann kümmerst du dich um unsere geselligen Verpflichtungen? Ich habe unser Haus zu repräsentieren, ich weiß, was ich deiner Stellung schuldig bin, und du weißt, daß du dich auf mich verlassen kannst.«
»Thea« — Lukas legte seine Hand auf die Schulter seiner Frau und sagte bittenden Tones: »Thea, ich möchte, daß du auf dieses Fest verzichtest.«
Maßlos erstaunt sah sie ihn an. »Verzichten? Ich soll verzichten? Was für eine Laune von dir.«
»Es ist keine Laune, es ist ein Muß, ein dringendes Muß. Wir müssen uns einschränken, wir können nicht mehr in diesem Luxus weiterleben.«
Sie stieß seine Hand von ihrer Schulter und sagte rauh: »Verlangst du das im Ernst von mir?«
»In vollem Ernst, Thea. Ich besitze kein Vermögen mehr. Du brauchst nicht zu erschrecken. Wir können immerhin noch sehr anständig leben, denn ich beziehe hohe Gehälter, aber deine Ansprüche mußt du herabmindern.«
»Hast du gespielt?«
»Thea — alles ist draufgegangen für dich — unser Haus. Ich habe dich oft gebeten, sparsamer zu sein — du hast nicht auf mich gehört —«
»So — nun bin ich wohl gar an deinem Ruin schuld?« Sie lachte hart auf. »Du machst es dir leicht. Wälzest alle Schuld auf mich ab. Du bist doch der Mann, was ließest du mich gewähren?«