Da schreit sie auf: »Nein, ich liebe dich nicht, ich liebe dich nicht! Ich liebe nur das Kind, das du mir schenken sollst. Hörst du es?«

Da lacht er auf: »Du urgesundes Weib du — — und inzwischen umhüllst du mich mit deiner Liebe.« — —


Und als er gegangen, als die Schatten der Nacht dunkel um sie lagerten, da kam ein blendendes Licht und erschreckte sie.

Sie hatte sich einem Manne hingegeben, der ihrem Herzen ein Fremder war. Etwas dunkel Unbegreifliches, daß sie nie hatte anerkennen wollen, hatte sie diesem Manne in die Arme getrieben.

War sie besser, als die anderen, die zu geißeln sie sich anmaßte? Hatte sie sich nicht aufpeitschen lassen zu wilder Leidenschaft, zu sinnlicher Begierde?

Warum? Was lebte in ihr?

Und wieder schoß die züngelnde Flamme in ihr empor. Aller Sehnsucht Erfüllung, aller Träume Endziel — das Kind. Rein bleibt die Frau, die sich einem ungeliebten Manne hingibt, zur Erfüllung ihrer Mutterschaft, wenn er der einzige bleibt. — — —


Und anderen Tags, als ihr Werk von ihr gegangen, stehen sie sich gegenüber.