Scheu sieht sie zu ihm empor.
Stark, fest und gesund steht er vor ihr. Seine schwarzen Augen sprühen Flammen und funkeln in die ihren.
Jetzt lacht er dröhnend auf, nimmt sie in seine Arme und setzt sich auf das Ruhebett, sie auf seinen Knien haltend.
»Mädchen, Mädchen, du weißt ja gar nicht, wie glücklich ich bin, du, mein kleines Zigeunerweib! Komm, reich mir deine Lippen und laß mich trinken —«
Den Kopf weit zurückgelehnt, mit geschlossenen Augen, ruht sie in seinem Arm.
»Nun führe ich dich in einen Zaubergarten, mein Mädchen, in den Zaubergarten der Liebe, in dem Wonnen dich erwarten. Untertauchen sollst du mit mir in ein Meer von Glückseligkeit.«
Und sie ließ sich küssen und dachte an den, der von ihr gegangen. Liebte sie jenen oder liebte sie diesen?
Sie konnte nicht begreifen, wie er so schnell in ihr Leben gekommen war, und daß er ihr Schicksal geworden.
Gleichwohl. Sie hatte einen Menschen gefunden, dem sie etwas sein durfte, dem sie Glück spenden konnte.
Sie liebte ihn, weil er ihre arme, hungernde und frierende Seele an sich genommen, und weil er sie zum Weibe machte.