Sie ahnte seine Gedanken, und sie war voll fiebernder Neugierde.
»Gerda!« — Und er lag vor ihr und wühlte seinen Kopf in ihren Schoß.
»Oh — meine armen Rosen —« Und sie legte den Rosenstrauß auf den Tisch, legte ihre kühle, weiße Hand auf sein Haupt, und sprach: »Stehen Sie auf, und seien Sie vernünftig.«
»Du bringst mich um den Verstand mit deiner Kälte,« stöhnte er. »Gerda — was hast du aus mir gemacht!« Er umschlang sie leidenschaftlich und bedeckte ihren Hals mit glühenden Küssen.
Sie wehrte ihm nicht. Aber als seine Lippen die ihren suchten, stieß sie ihn zurück und sagte mit eisiger Ruhe: »Hören Sie auf, und nehmen Sie endlich Vernunft an, oder ich verbiete Ihnen, mich wiederzusehen.«
Da ließ er ab von ihr. Seine Züge verzerrten sich, und mit heiserer Stimme flüsterte er: »Sie sind das kälteste und herzloseste Weib, dem ich jemals begegnet.«
»Wenn Sie das wissen, so suchen Sie sich zu beherrschen.«
»Ich kann dieser Leidenschaft nicht Herr werden — ich kann nicht!« — — —
Nein — er kann nicht mehr los von ihr. Über eine Woche hatte er sich ferngehalten, hatte sich nicht blicken lassen — dann hielt er es nicht mehr aus. —