»Der Wagen wartet,« stammelte er und begleitet sie hinaus. — — —


Gerda sitzt am Schreibtisch und rechnet. Das Geld muß sie so schnell als möglich an Winkelmann zurückzahlen. Das gestrige Konzert hat kaum die Hälfte der Unkosten gedeckt — die teuren Stunden — ihr Lebensunterhalt — an dreitausend Mark würde sie schon verbraucht haben — womit diese Summe decken — und wovon weiterleben?

Sollte sie jetzt — nachdem sie schon soviel Opfer gebracht — ihr ganzes Leben schon auf die künstlerische Laufbahn eingerichtet — sollte sie jetzt noch umkehren müssen — wieder versinken in den Alltag?

Reumütig in den Schoß der Familie zurückkehren?

Sie preßt die Lippen aufeinander.

Niemals!

Sie muß Rat schaffen. Woher — woher? Sie muß Geld in den Händen haben, so schnell wie möglich. Sie grübelt und sinnt. Der Kommerzienrat! Er muß helfen. Aber — ein Schütteln überkommt sie — es muß sein.

Eilig kleidet sie sich an, fährt in sein Bureau und läßt sich melden.

In seinem Privatkontor, einem elegant und luxuriös eingerichteten Herrenzimmer, welches durchaus nicht den Eindruck eines Geschäftsraumes macht, empfängt er sie.