Sie steckt das Papier in ihr Täschchen, neigt kühl und gemessen das Haupt und schreitet zur Tür hinaus. —
Den ganzen Tag geht sie in dumpfer Betäubung umher. Unmöglich beides! Einen Ausweg, wo gab es einen Ausweg?
Er hatte gesagt: ›Wovon und wann wollen Sie zurückzahlen?‹
Sie konnte ja nichts versprechen!
Sie konnte etwas erreichen, vielleicht in einem Jahr, vielleicht bedurfte es deren sechs, sieben! Sie konnte ihre Stimme verlieren! Es war doch ganz ungewiß, ob sie ihr Ziel erreichen würde. Die Angst kam über sie. Wenn nicht? Was dann — was dann?
Den Scheck hatte sie in den Schreibtisch geschlossen, sie würde ihn dem Kommerzienrat geben, wenn er käme. Dies würde ihre Antwort sein.
Zwei Tage waren bereits vergangen, und Gerda hatte das Geld noch nicht an Winkelmann zurückerstattet. Sie war wie im Fieber. Arbeiten konnte sie nicht. Die Stunden hatte sie abgesagt, sie hätte ja doch keinen Ton hervorgebracht.
Was tun? Es mußte etwas geschehen.