»Begnügen Sie sich mit der Rolle des Zuschauers und bleiben Sie abseits, gnädige Frau.«

»Abseits von jenen, die, nur dem eigenen Ich huldigend, rücksichtslose Interessenmenschen werden, Ebba.«

»Aber Ebba, dazu bist du doch nicht hergekommen, um dich hier in eine Ecke zu verkriechen mit deinen getreuen Zwei, du sollst Menschen kennen lernen.« Und Thea Westphal trat zu den drei Plaudernden.

»Ich habe eine Scheu vor all den fremden Menschen, Thea.«

»Unsinn, das gibt sich, glaube mir, du kannst interessante Menschen kennen lernen, wichtige Beziehungen anknüpfen. Auf meinen Festen hat so manche Künstlerin ihren Direktor gefunden, hat so mancher Schriftsteller Interesse für seine Arbeiten erregt.«

»Haben sich so viele Fäden von Herz zu Herz gesponnen, Frau Westphal.«

»Auch dies ist der Fall, Fräulein Wunsch, ohne die Liebe kein Leben! Aber nun kommen Sie, meine Herrschaften, mischen Sie sich unter die Gesellschaft, dich, Ebba, muß ich mit unserer Präsidentin bekannt machen, ich habe ihr von dir und deinen Ansichten erzählt. Sie brennt darauf, dich kennen zu lernen. Sie wird natürlich versuchen, dich einzufangen. Du bist ja wie geschaffen, für das Familienleben Propaganda zu machen.«

Sie nahm Ebba unter den Arm und drängte mit ihr durch die Menge.

Lotte und Gehring waren stehengeblieben.

»Das wirbelt nun so durchs Leben.«