»Wie eine Königin sehen Sie aus, Fräulein von Wangenheim.«

»Für heut wollen Sie ja wohl auch eine vorstellen, wie mir scheint. Das Kleid der Königin der Nacht soll es doch sein?«

»An eine Königin habe ich weniger gedacht. Ich will nur einen Stern vorstellen.«

»Flimmernd und gleißend in unerreichbarer Höhe,« fiel ihr Lotte ins Wort. »Aber ein bißchen königlich sehen Sie doch aus, trotz des kurzen Rockes.«

Gerdas schlanke Figur war von einem schwarzen, mit silbernen Sternen bestickten Chiffonkleid umgeben, das ganz aus Volants bestand.

Aus der stark markierten Taille tauchten Schultern und Arme kühl und weiß aus diesem Chiffongewirr hervor. In den goldroten Haaren funkelte und zitterte ein einzelner Stern.

»So, meine Damen, nun muß ich Sie bitten, ehe wir gehen, mit mir dieser Flasche den Hals zu brechen. Sie müssen ein bißchen in Stimmung kommen und dazu ist ein Glas Wein das beste Mittel.«

Lotte hatte die bereitgestellte Flasche entkorkt und goß den Wein in die Kelche.

»Sie sind wirklich in Karnevalstimmung, Lotte.«

»Vergessen Sie nicht, daß ich Künstlerblut in den Adern habe, Ebba.