»Ich will schon auf Erden im Fegefeuer schmachten.«
»Schwörst du mir, standhaft zu bleiben?«
»Ich schwöre. Wie du auch locken magst, ich widerstehe. Das heißt, der Packt gilt nur für heut.«
»Glaubst du, daß mir morgen noch die Laune danach steht? Also komm, tanzen wir noch einmal!«
Er schlingt seinen Arm um sie, und sie schmiegt sich fest, immer fester an ihn an. Er fühlt ihren Körper. Er spürt jeden Schlag ihres Herzens an seiner Haut. Das Blut rollt ihm wild durch die Adern. Dicht unter seinen Augen, an seiner Schulter, ruht der weiße Hals. Jetzt sieht sie verführerisch zu ihm auf. Die geöffneten Lippen fordern: küsse mich doch! Er lockert seinen Arm ein wenig und lächelt ruhig. »Tanz schneller,« flüstert sie. Nun drückt er sie fest an sich und tanzt im wilden Tempo mit ihr durch den Saal.
Fest — immer fester.
»Halt, halt, ich kann nicht mehr!« stöhnt sie.
Sofort hält er ein und gibt sie frei. Ganz atemlos legt sie ihre Hand auf seine Schulter, lehnt sich leicht an ihn und sagt: »Du tanzest gut.«
Er nickt nur. Wilder jagt ihm das Blut durch die Adern. Er hätte sie an sich reißen und sie mit seinen Küssen ersticken mögen. Wie sie ihn reizen, wie sie mit ihm spielen konnte! War es wirklich nur Spiel? Blieb sie innerlich kalt?
Quälen wollte sie ihn, und sie tat es mit Vergnügen. Ja, er fühlte, daß sie Freude daran hatte. Warte nur, das sollst du mir büßen. Mir bist du doch verfallen. Ich liege auf der Lauer und werde deine schwache Stunde erspähen.