"Zehn Päcklein und fünf Portionen Fleisch!" steigert das Affengesicht.

"Zehn Päcklein Schick und zehn Portionen Fleisch, wer bietet?" entscheidet der Kilian.

"Ich, es gilt, topp!"—Der Exfourier hat es, geht mit dem Kilian hinaus und kehrt nach einer Minute mit der Miene eines Menschen zurück, der ein freudebringendes Geheimniß erfahren.

"Der Kilian ist ein durchtriebener Franzose, er hat mich angeschmiert und wieder einen dummen Witz gerissen, aber ich liebe den Witz und dieser ist so dumm, daß ich gern zehn Fleischportionen opfere!" versichert der Exfourier der ganzen Tischgesellschaft.

Diese Versicherung ist eine vom Kilian ausbedungene Lüge. Er gab dem Exfourier ein probates Mittel an, um nach Belieben Geschwulsten zu erzeugen und das Gesicht in wenigen Stunden unkenntlich zu machen. Am Tische sitzt kein Verräther, dies wissen die Akkordanten, aber sie wollen Nutzen aus dem Geheimnisse ziehen, jeden Verdacht vermeiden und deßhalb hat der Exfourier auch "auf Ehre" schwören müssen, in den nächsten vier Wochen noch keinen Gebrauch von der Sache zu machen.

"Gebet!" ruft der Aufseher.

Die Aufseher legen ihre Schüsselpyramiden weg, alle Gefangenen erheben sich und verstummen, der Zuckerhannes betet ein zweites Vaterunser, dann wird es lebhafter und lauter als je, 10 Aufseher würden 60 bis 70 Esser dieses Saales nicht vollkommen im Zaum halten können.

"Was hat denn der drüben gemacht, der mit dem Hasenmaul und der rothen Nase, he?" schreit der Zuckerhannes zu einem andern Tische hinüber.

"Ein altes Weib ausgeplündert und alsdann ins Kamin gehängt! ... Nein, einem Kleiderkasten das Gehirn eingeschlagen! ... Einem liederlichen Amtmann das Genick gebrochen!" rufen Einige herüber.

Der Rothnasige mit dem Hasenmaule hat Alles gehört, das Gelächter ärgert ihn, er kommt zum Zuckerhannes und sagt zitternd vor Zorn: