Der sprang und kam richtig über den Strich. Seine Schwester Röse, die es ihm nachmachen wollte, fiel aber in den Graben, dort bekam sie gleich Gesellschaft vom blauen Friede, und noch waren sie beide nicht herausgekrabbelt, da plumpste ihnen schon Bäckermeisters Mariele nach.

»Es ist zu weit,« riefen ein paar Kinder; Friede Hopserling erwiderte aber gelassen: »Wer nicht gut springt, kann vielleicht nicht gut laufen, und wer nach der Stadt will, muß gut laufen können, basta!«

Hopsa, da war Schnipfelbauers Fritz drüben, der dicke Friede sprang ihm nach, und klatsch, lag er im Graben.

»Jetzt muß Heine Peterle springen,« riefen ein paar Stimmen. Heine Peterle aber stand unentschlossen da. Wenn er gut sprang, mußte er mit in die Stadt, und eigentlich wollte er doch nicht, hatte gesagt, er würde nie mehr in die Stadt gehen.

»He, der Heine Peterle, der Städter, mag nicht in die Stadt,« neckte Friede Hopserling, »er fürchtet sich.«

»Nä,« rief Heine Peterle patzig, »pah, vor der Stadt fürchten!« und hops war er drüben, sogar noch ein Stück über den Strich war er gesprungen.

»Mädel können nicht springen,« höhnte Anton Friedlich, als Krämers Trude in den Graben sank.

»Das ist frech, hast auch drin gelegen!« Annchen Amsee reckte sich, nahm eilig einen ihrer braunen Bummelzöpfe in den Mund und sauste so geschwind über den Graben, daß sie drüben gleich Schulzens Jakob und Schnipfelbauers Fritz umriß.