Aber Heine Peterle mochte gar nicht schlafen, er wollte erzählen, und hastig schwatzte er alles durcheinander heraus, und Vater und Mutter sahen sich besorgt an, und die Mutter sagte: »Er hat wahrhaftig Fieber!«
»'n kaltes Tuch auf den Kopf und ins Bett, basta,« befahl der Bauer. Da half kein Widerstreben mehr. Heine Peterle wurde ins Bett gesteckt, und die Mutter legte ihm ein kaltes Tuch auf den Kopf, und Muhme Rese brachte Fliedertee.
Aber der Bube, als er sah, daß doch niemand seine schöne Geschichte hören wollte, schrie: »Ich hab' Hunger.«
»Man muß'n ja nich aufregen,« tuschelte Muhme Rese ängstlich und schlurfte, so schnell sie konnte, in die Vorratskammer und holte viele Butterschnitten und frischen Sonntagskuchen dazu. Heine Peterle aß sehr brummig und schweigend alles auf, und je mehr er aß, desto beruhigter sah die Mutter drein. Nur Muhme Rese schüttelte noch immer ängstlich den Kopf und sagte wieder und wieder: »Wärste doch nicht mitgegangen! Ich hab's gleich gesagt, im Schloß passiert nischte nischt Gutes. Nu haste so'ne Geschichte im Kopp!«
Schluck! tat Heine Peterle, und der letzte Bissen war hinunter. Er schüttelte energisch den nassen Umschlag von der Stirn, streckte sich aus, sagte sehr vergnügt: »Und 's ist doch wahr, un vielleicht kommt's in die Zeitung.« Dann schlief er bums ein.
»Ein sonderbarer Bube!« seufzte Muhme Rese.
Der kleine Teufel hilft Fräulein Wunderlich über die Dornenhecke.
Ulrich Sonntag hatte sich zwar der Schwester gegenüber bereit erklärt, mit Friede nett zu sein, aber Jobst von Hellfeld wollte nicht, der bockte. Als Ulli ihm am andern Morgen auf dem Schulweg die Versöhnungsgeschichte erzählte, rief er borstig: »Ich tu' nicht mit, fällt mir gar nicht ein; dem Bauernjungen nachlaufen, das könnte mir passen!«