Sie überlegten ernsthaft, was sie tun sollten, und alle meinten, Frau Besenmüller müßte versöhnt werden; denn war Frau Besenmüller böse, dann ging sie sicherlich von Haus zu Haus und erzählte die Geschichte, oder sie stellte sich morgen an die Schultüre und gab jedem einen Katzenkopf, ob groß, ob klein, ihr war es gleich, die stärksten Buben duckten sich vor Frau Besenmüller.

»Wir sagen’s Besenmüller, der hilft uns schon,« riefen nach etlichem Hin- und Herreden ein paar Stimmen. Der Vorschlag fand gleich ungeteilten Beifall, und die Kinder wunderten sich schließlich alle, daß sie nicht gleich auf den Gedanken gekommen waren.

»Hurra, zu Besenmüller! Hurra, hurra!«

»Auf der Pflaumenstraße sitzt er.«

Auf der Pflaumenstraße saß Besenmüller wirklich. Sein rosenroter Strumpf war ziemlich vollendet, keine Bäuerin hätte ihn glatter und sauberer stricken können. Aber beinahe entfiel die rosenrote Herrlichkeit Besenmüllers Händen, so eilig, mit so viel Geschrei und Geschwätz kamen die Kinder alle an.

»Holla, an die Zwetschen geht mir keins!«

»Nä, Besenmüller, nä, wir kommen nur mal so.«

»So, ih nä!« Besenmüller zwinkerte mit den Augen. »Was ist denn? Warum ist meine Frau denn so böse?«

»Ach, nur wegen dem Strauß!«

»Was ist mit dem Strauß?«