‚Du armes, armes Kasperle!‘ sagte die Karussellfrau mitleidig.
‚Nenne mich Zuckerherzele!‘ bat der kleine Kerl. ‚Das hör’ ich so gern, aber nur von guten Menschen. Doch du bist gut; ich habe dich schon die ganze Zeit über beobachtet und immer gedacht, wenn ich ausreißen kann, dann fliehe ich zur Karussellfrau, die verrät mich nicht.‘
‚Nein, sicher nicht, du armes, kleines, liebes Zuckerherzele, du!‘ rief die Frau.
‚Siehst du, so nennst du mich recht.‘ Kasperle schlug vor Freude die Beinchen über dem Kopf zusammen. ‚Ausgerissen, fein!‘ kicherte er, ‚und nun bleibe ich bei dir und — bimmelbammel! drüben rennt Schnauz, wenn der mich sieht, bin ich verloren.‘
‚Schnell, versteck dich im Musikkasten.‘ Die Frau ergriff flink Kasperle und steckte ihn schnell in den Kasten. ‚Es sind ganz bestimmt keine Mäuse drin,‘ sagte sie.
Es war aber auch die höchste Zeit. Schnauz kam angerast. Er stellte sich vor das Karussell, schnupperte und kläffte laut.
‚Geh weg,‘ rief Frau Katharina erschrocken, ‚ich habe keine Knochen und Wurststücke für dich, geh, geh!‘
Doch Schnauz rührte sich nicht. Von ferne sah nun die Frau auch noch ihren groben Nachbar kommen, und es wurde ihr himmelangst, Kasperle, das kleine, liebe Zuckerherzele, könnte entdeckt werden.
‚Dreh flink dein Karussell!‘ wisperte da ein Stimmchen, und Schnauz, der das wohl gehört hatte, kläffte noch lauter.
In ihrer Angst begann die Frau wirklich das Karussell zu drehen, und ihre drei Enkelkinder, die es hörten, kamen angesprungen. ‚Ich will das Geld einnehmen,‘ rief Hans, der älteste Bub, ‚ich stelle mich hier hin.‘