Alette Amhag und Trinle Grill bogen gerade beim Obermarkt in die Löwengasse ein, als vom Untermarkt her die vier Buben angerast kamen. Heil und unversehrt, nur etwas niedergeschlagen wegen der verlorenen Tasche.
„Und der Koffer, wo ist denn der?“ fragte Trinle emsig.
„Veit hat ihn!“
„Nein, du hast ihn, Mathes!“
„Ich net!“
„Ich auch net!“
Ja, wo war er? Auf dem Bahnhof in Himmelsberg hatten die Buben das Köfferle noch gehabt, später auch noch, als sie sich ausgeruht hatten, aber dann war Mathes davongelaufen und Peter davongelaufen, und weil der Koffer keine Beine hatte, war er stehengeblieben.
Tasche weg, Koffer weg, was würde die Mutter dazu sagen!
„Ihr dürft vielleicht net reisen!“ Trinle sah äußerst bekümmert drein, Alette weinte ein bißchen vor Mitleid, die Buben stöhnten, und der Abschied von der Löwengasse fiel nicht so vergnügt aus wie die Begrüßung. Die Sternbübles ließen die Nasen hängen, als sie den Silbernen Stern betraten, und Mathes tuschelte Peter zu: „Wir sagen’s morgen Gundele, und vielleicht sagt’s Gundele der Mutter und vielleicht —“
„Wer hat denn heute den Bodenschlüssel gehabt?“ Die Frage dröhnte den beiden entgegen wie ein Kanonenschuß. Mina stand im Hausflur und sah sehr grimmig drein. „Na, raus mit der Sprache, wer ist auf dem Boden gewesen?“