Hulda erzählte und fügte gleich hinzu: „Aber Haue kriegen se tüchtig!“

„Nun, dazu muß man erst die Buben haben!“ meinte der Schutzmann; „alleweile sind se noch nicht da!“

So war es auch. Von Mathes und Peter war kein Zipfelchen zu sehen; niemand wußte etwas von ihnen, Hulda konnte fragen, soviel sie wollte.

Nach einer halben Stunde machte sie sich tiefbetrübt auf den Heimweg, denn weil sie Frau von Ringewald und Eva sehr lieb hatte, hätte sie, schon um denen eine Freude zu machen, die Buben gern gefunden.

Unterwegs fiel ihr zu allem Unheil noch ein, der Braten würde gewiß verbrannt sein; da brach sie in Tränen aus, und bitterlich weinend stieg sie wieder aus der Bahn. Wer weint, braucht ein Taschentuch, aber auch das hatte Hulda vergessen, so hielt sie sich die Schürze vor das Gesicht, schluchzte und schluchzte, und es war noch ein Wunder, daß sie dabei nicht die Häuser und die Gartenzäune umrannte. Auf einmal aber gab es doch einen Zusammenstoß. Bums! rannte Hulda mit jemand zusammen, und erschrocken ließ sie die Schürze sinken und sah vor sich — die Sternbübles stehen, alle beide unversehrt und putzmunter.

Hulda schrie laut vor Überraschung. Ehe sie aber noch fragen konnte: „Woher kommt ihr?“ kam Fräulein Eva aus dem Hause gelaufen. Die rief: „Gott sei Dank, da seid ihr! Wo waret ihr, wie habt ihr heimgefunden?“

Ein paar Fragen auf einmal zu beantworten, ist immer etwas schwer, und Mathes und Peter wußten auch nicht recht, was sie gleich sagen sollten, darum schwiegen sie und ließen sich in das Haus hineinziehen. Drinnen redete zuerst Hulda; die schrie: „Auf der Polizei waren sie nicht.“

„Noi,“ sagte Mathes entrüstet, „wir haben doch nur auf dem Marktplätzle gestanden!“

„Und dann hat uns der Mann hergebracht,“ erklärte Peter.

„Ja, und ’n Stückle Kuchen hat er uns gekauft.“