Schwapp! drehte der Zigeuner ihnen wieder den Rücken zu, und Hulda brummte ärgerlich: „So ’n dummer Kerl, mal ansehen kann er sich doch lassen! Aber nun kommt, jetzt könnt ihr auf dem gräßlichen Drehding fahren, nur schlecht darf’s euch nich werden.“

Die Bübles versicherten eifrig, ihnen würde es nicht schlecht, es wäre ihnen noch niemals schlecht geworden vom Karussellfahren, und sie purzelten auch ganz bestimmt nicht runter.

Das richtige Karussell zu finden, war gar nicht leicht. Den Buben gefiel eins immer besser als das andere, und sie wählten und wählten, bis endlich Hulda sagte: „Entweder fahrt ihr jetzt oder nicht.“ Da entschlossen sich die beiden, ein Karussell zu besteigen, auf dem es Löwen und Tiger und noch viele andere Tiere gab. Hulda bezahlte gleich für drei Fahrten, und dann sagte sie, sie würde rasch einige Töpfe kaufen, inzwischen sollten die Buben fahren und sie wieder hier am Karussell erwarten. Dies versprachen die beiden, und sie erstiegen vergnügt ein paar Wüstentiere, und dideldum! ging die Fahrt los.

Hulda kaufte Töpfe, die Buben fuhren, zuletzt auf ein paar Schwänen, und als diese dritte Fahrt begann, sahen sie plötzlich unter den Zuschauern den Zigeuner stehen. Als sie an ihm vorbeikamen, nickten sie ihm zu, und diesmal nickte er wieder. Rundum ging’s, da war wieder der Zigeuner, sie nickten, er nickte, und wieder rundum; da stand er noch immer, und wieder nickten sie, und wieder nickte er.

„Wenn’s alle ist, gehen wir zu ihm,“ sagte Peter.

„Da ist Hulda,“ rief Mathes.

Und da stand wirklich Hulda, nickte, winkte und lachte, die Musik brach ab, die Fahrt war zu Ende.

„Schon!“ sagten die Bübles seufzend, und dann kletterten sie von ihrem köstlichen Sitz herab und wurden unten von Hulda empfangen. Die hatte ihre Töpfe gekauft, und den Buben drehte sich ein Weilchen alles im Kreise herum, und erst als sie wieder fest auf den Beinen standen, konnten sie Umschau nach dem Zigeuner halten. Doch von dem war selbst die Nasenspitze nicht mehr zu erblicken, und Hulda lachte sie beide noch obendrein aus. „Das ist doch so,“ erklärte sie, „wenn eins auf dem Karussell fährt und nickt, dann nicken die Zuschauer wieder. Doch nun kommt, jetzt gehen wir noch ins Affentheater und dann nach Hause!“

Affenbekanntschaften hatten die Sternbübles in ihrem Leben noch nicht viele gemacht, sie gingen sehr neugierig und erwartungsvoll in das Theater hinein und dachten, wenn die Äffles so lustig sind wie Alette Amhags Augustle, der leider so schnell gestorben war, dann wird’s fein. Es wurde aber noch feiner als fein, es wurde herrlich!

Hulda nahm ersten Platz, und dann saßen alle drei nebeneinander auf roten Samtstühlen, und das Spiel begann. Wie Menschen waren die Affen gekleidet, und wie Menschen benahmen sie sich; sie aßen und tranken, fuhren spazieren, gingen wie vornehme Damen und Herren einher, machten allerlei Kunststücke, warfen den jauchzenden Kindern im Zuschauerraum Kußhände zu, zankten sich und versöhnten sich, zuletzt gab es sogar eine Hochzeit, und damit war das Spiel aus.