Sie fuhren noch ein Stockwerk höher, und wieder kaufte Eva, und wieder vergaß sie die Sachen mitzunehmen. Endlich sagte sie: „Nun bin ich fertig!“
Der Fahrstuhl oder die kleine Stube, wie ihn Mathes und Peter nannten, war aber auch fertig, kein Mensch ging mehr hinein, nur Peter, der dachte, ich komm schon rein, quetschte sich noch durch; er war drin, die Fahrt ging los, aber — Tante Eva und der Bruder fehlten.
„Nun ist Peter allein gefahren!“ rief Eva oben erschrocken. „Komm, da geht ein anderer Fahrstuhl, wir fahren gleich nach.“
Sie kamen auch glücklich in die zweite kleine Stube hinein, und abwärts ging’s. „Erdgeschoß!“ rief der Mann, und beide stiegen aus, aber kein Peter war da.
„Er ist gewiß wieder hinaufgefahren.“ Eva begann ängstlich zu werden. „Geschwind komm, da geht der dritte Fahrstuhl!“ Sie schob Mathes hinein, und es ging wieder aufwärts — doch kein Peter war da.
„Vielleicht ist er ganz nach oben gefahren.“ Eva rannte auf den ersten Fahrstuhl zu, der eben wieder die Fahrt nach oben antrat, und drinnen sagte sie zu dem Führer: „Haben Sie nicht einen Jungen mitgenommen, der ähnlich wie der hier aussieht?“
Der Mann guckte Mathes an und nickte: „Freilich, freilich, so einer war dabei,“ versicherte er, „der ist erst mit runtergefahren und dann mit rauf.“
Eva erzählte nun, wie sie Peter verloren hatten, und der Führer lachte. „Den finden wir schon,“ versicherte er. „Wie ich die Jungen kenne, fährt der jetzt immer rauf und runter. Fahren Sie mit zurück und warten Sie unten, er kommt schon wieder.“
Eva befolgte den Rat. Sie fuhr mit Mathes zurück, der Führer sah an jeder Aussteigstelle nach, doch kein Peter war da. Sie kamen unten an, und auch da stand kein Peter.
Etwas unruhig warteten beide. Der zweite Fahrstuhl kam an: kein Peter stieg aus, der dritte hielt: wieder war Peter nicht darin. Nun kam der erste wieder, und als erster entstieg demselben Peter, und der Führer rief: „Na, das ist wohl der richtige, dem hört man’s gleich an, wenn er nur schon den Mund auftut, er ist vom Lande.“