Hansel stand wie angewurzelt.

„Komm“, mahnte die Tante, „komm!“

Hansel rührte sich nicht. Seine Augen ruhten unverwandt auf ihr, der Herrlichen. Was war selbst die Elektrische gegen sie!

Die Tante bat und mahnte, es half alles nichts. Hansel rührte sich nicht von der Stelle. Endlich rief die Tante, der es kühl um die Ohren wehte, ärgerlich: „Ich glaube wirklich, Hansel, du hast die Dampfwalze lieber als mich.“

Und Hansel drehte sich um, sah die Tante liebenswürdig mit seinen strahlenden Braunaugen an und sagte tröstend: „Nur ein bißchen, Tante.“ Vergessen waren alle Liebesbeweise, die Dampfwalze hatte gesiegt.

Wer kennt sich aus in einem Kinderherzen!

Hansel, der inzwischen ein Hans geworden ist, will Ingenieur werden. Wenn er das Dröhnen und Rasseln der Maschinen hört, wenn die Bahnen sausen, die Kraftwagen surren, wenn er den gewaltigen Rhythmus der Arbeit spürt, dann zuckt sein Herz in tiefer Freude, weil er ein Mitschaffender sein kann, und er lauscht dem Zusammenklingen der vielen Stimmen so hingegeben wie damals, als er die Dampfwalze erblickte.

Die Fahrt nach Schönblick.

Einmal, so um die Sommerferienzeit, sagte der neunjährige Hellmut beim Mittagessen: „Kirchners verreisen; Max sagt, er kann dann auf 'nem richtigen Schiff fahren, immer, alle Tage.“

Die zehnjährige Else bekommt unruhige, erwartungsvolle Augen, und Sehnsucht schwingt in ihrer Stimme, als sie erzählt: „Bei uns in der Klasse reisen fast alle.“