Sophia Christine seufzte tief, aber sie schwieg.

Anthoine aber murmelte halblaut, nur Jeannettchen sollte es hören: »Gut, daß kein Prinz da ist.«

»Was sagst du da, mein Sohn? Flüstern ist unschicklich.«

Herr de Charreard runzelte leicht die Stirn. Unglaublich, wie die Kinder verbauert waren.

Da hob Anthoine das hübsche Knabengesicht zu ihm auf und rief hell, wie Fanfarenklang tönte es: »Ich bin froh, daß kein Prinz in Jena ist, sonst müßte ich zu Hofe.«

»So, und wäre das meinem Sohn nicht agréable? Ich persuardire, es würde ihm gefallen.«

»Nein,« rief Anthoine, »ich möchte nur hier bleiben, hier in Pösen oder –«

»Nun, was oder!«

»Ein Offizier werden. Doch dann weint die Frau Mutter und –«

Der Bubenkopf sank tief herab, ganz tief. Sophia Christine lächelte sanft. »Ist recht, du bleibst in der Heimat.« Sie sagte das Wort ohne Schärfe, sie dachte dabei nur an den Sohn.