Zwei Kinder verloren im Weltgetriebe.

Sophia Christine brach fast zusammen vor Leid.

Herr de Charreard wollte im ersten Ansturm des Unmutes selbst nach Paris reisen, selbst nachforschen, aber da warnte ihn einer der fremden Herren. Man wäre jetzt auf die Hugenotten nicht gut zu sprechen dort. Und da erfuhr Herr Anthoine von dem Übertritt seines Schwiegersohnes.

Er stutzte. Er war kein Frömmler und Eiferer, wäre auch ein guter Katholik gewesen, aber ein Wechsel der Religion ohne inneren Zwang und um äußerer Vorteile willen, das war ihm tief verächtlich. Und Louison, war sie nicht sein Kind, mußte sie nicht denken wie er!

War sie darum geflohen? Was hatte sie dazu getrieben, welch großes Leid war über sie gekommen?

Trübe Tage kamen, Tage, an denen die Sorge im Haus auf dem Ehrenstuhl saß, die Sorge um die Kinder des Hauses, die sich in der Welt verloren hatten.

Louison de St. Laurent drohte Haft, wenn sie heimkam.

Und die Mutter zitterte vor dem Heimkommen und die Mutter ersehnte das Heimkommen.

Zwei Kinder verloren im Weltgetriebe!