Da war Kasperle flinker im Karren, als die Landjäger ritten. „Verstecke dich nur tief hinein!“ sagte der Kasperlemann. „Und wohin willst du eigentlich? Über die Grenze am Waldhaus kannst du doch nicht laufen!“

„Zum Grafen von Singerlingen, der hilft mir schon,“ murmelte Kasperle.

„Heiho, Kasperlemann,“ rief da ein Landjäger, „mit wem redest du denn da?“

„Na, mit meinem Kasperle, wie’s halt ein Kasperlemann tut,“ antwortete der. „Ich will zum Herrn Grafen von Singerlingen und fragen, ob ich heute dort nicht einmal kaspern kann.“

„Hei, wir suchen auch ein Kasperle!“ antworteten die Landjäger, die näher gekommen waren und nun den ganzen Wagen umstanden.

„Aber nicht so ein hölzernes Ding wie deine Kasperles, ein richtiges lebendiges Kasperle, das dem Herzog August Erasmus gehört und ihm ausgerissen ist. Wir müssen aber weiter, sonst läuft der Schelm gar noch über die Grenze.“

„Viel Glück auf den Weg!“ rief der Kasperlemann den Landjägern nach. Dann hockte er sich lachend neben seinen kleinen Karren

hin und redete hinein: „Nun, warten wir noch, bis die Landjäger am Schloß vorbei sind! Dann fahre ich dich hin.“

Dem Kasperle war es trotz der guten Worte doch recht bänglich ums Herz. Es traute dem Kasperlemann noch immer nicht recht, und als der mit seinem Eselswagen losfuhr, seufzte und stöhnte er jämmerlich. Der Mann hörte es, und der Esel hörte es; der Kasperlemann lachte ein wenig über den furchtsamen Schelm, der Esel aber, weil er eben ein Esel war, fing ein schreckliches Gerase