„Ich tät’s auch nicht,“ brummelte Kasperle, „nä, die nicht“
„Das glaub’ ich schon!“ Der Diener lachte, und weil er es gut mit dem kleinen dummen Kasperle meinte, riet er dem noch: „Nimm dich aber vor der Prinzessin in acht, die ist schrecklich böse auf dich; sie sagt, du wärst an allem schuld und müßtest noch bestraft werden.“
Na, eine erfreuliche Aussicht war das gerade nicht. Kasperle kletterte seufzend von dem Tisch herab und folgte dem Diener. Draußen standen die Wagen schon zur Abfahrt bereit, und der Herzog ließ sich eben von Rosemarie und Michael an den seinen geleiten. Er sah wirklich aus wie vierzehn Tage ganz abscheuliches Regenwetter, und selbst die schöne Rosemarie bekam keinen freundlichen Blick.
Als der Herzog Kasperle sah, rief er: „Der soll auf dem Bock sitzen!“
Da kreischte die Prinzessin Gundolfine: „Nein, nein, das soll er nicht!“
„Doch, er soll!“ rief der Herzog, und Kasperle wurde auf den Bock gehoben. Er wollte erst noch Abschied von seinem Michele und Rosemarie nehmen, aber der Herzog brummte: „Laß das, du gehörst mir und damit basta!“
Da konnte Kasperle nicht einmal Abschied von seinen Freunden nehmen. Er saß auf dem Bock, zwischen Kutscher und Diener, und heidi, fort ging die Fahrt!
Kasperle winkte und winkte noch, solange er Michele und Rosemarie sehen konnte, aber dann entschwand das Schloß seinen Blicken, er fuhr in die Fremde hinein.
„Uff!“ schrecklich tief seufzte Kasperle, und der Diener fragte mitleidig: „Du hast wohl Hunger?“
Aber ach, da fing das Kasperle an zu heulen nach Kasperleart.