Dunkel hinein. Einer tastete mit der Hand nach links und sagte enttäuscht: „Jetzt steht ja der kleine Koffer nicht mehr da!“
„Ich zünde die Laterne an.“
„Tu’s lieber nicht!“ mahnte der erste.
„Ach was, hier sieht es ja niemand!“ erwiderte der zweite. Er begann auf sein Feuerzeug zu schlagen, ein Fünkchen flammte auf, und gleich darauf brannte eine kleine Laterne.
„Wir müssen alles durchsuchen,“ sagte der erste.
Kasperle wurde es glühheiß vor Angst. Ich muß sie erschrecken, dachte er. Und auf einmal fiel ihm ein, er wollte so ein essigsaures Gesicht wie die Prinzessin Gundolfine machen.
Er hatte es kaum gedacht, da schoß er auch schon aus dem Haubenkoffer heraus. Die große Haube der Prinzessin wackelte auf seinem Kopf, und die beiden Diebe brüllten entsetzt: „Die Prinzessin, die Prinzessin!“
Noch mehr als sie aber brüllte Kasperle, und eins, zwei, drei schlug er den beiden die Hauben um die Köpfe, daß denen Hören und Sehen verging.
Klirr, fiel die Laterne zu Boden, schreiend wollten beide fliehen, beide rannten an die Schuppentüre, pardauz! schlug sie dem einen an den Kopf, bums! dem andern. Der erste verlor das Gleichgewicht, purzelte und versank draußen in einer großen Pfütze, der andere stolperte über ihn, — platsch! lag er auch da. „Au,“ stöhnte er, „mein Bein!“
„Meine Nase!“ ächzte der andere.