Innen aber brüllte Kasperle, so gellend laut er nur konnte, und da wurde es hell im Schloß und im nahen Stall; der Pächter kam, Knechte kamen, die Hofleute wurden wach, und ehe die beiden Diebe noch auf den Beinen standen, da waren sie schon umringt.

„Hallo, das ist der Kasperlemann!“ rief einer.

„Hallo, der fortgejagte Klaus!“ schrie ein anderer.

„Jemine, aber wer schreit im Wagen so schrecklich?“ fragte der Pächter.

„Ach du lieber Himmel, das ist ja Kasperle!“ Der eine Diener leuchtete mit einer Laterne, ein paar andere drängten nach, während die Knechte die beiden Diebe fortschleppten. Da stand der Gepäckwagen auf und da —

„Die Prinzessin!“ rief der erste Diener entsetzt.

„Alle guten Geister, die Prinzessin sitzt im Gepäckwagen!“ kreischten die andern. Und weil sie alle vor der Prinzessin eine große Angst hatten, rannten sie alle zurück und schrien nur immerzu: „Die Prinzessin sitzt im Gepäckwagen, die Prinzessin sitzt im Gepäckwagen!“

Über dem Lärm wurde der Herzog munter, er fragte laut: „Was ist denn los?“

Da stürzte sein Kammerdiener in das Zimmer und rief: „O, gnädiger Herr Herzog, die Prinzessin Gundolfine sitzt im Gepäckwagen, und beinahe wäre sie gestohlen worden!“