Zimmer. Das Klingeln aber hatten sie unten auch gehört. Just in dem Augenblick, als oben der Herzog zornig fragte: „Wer lacht so?“ rief unten Veit: „Flink, Kasperle, ins Bett und alle raus, der Herzog hat uns gehört!“

Husch, husch, flitzten alle aus der Kammer. Veit drehte den Schlüssel um und Kasperle kroch in sein Bett.

Oben rief der Kammerdiener den Haushofmeister; der hörte des Herzogs Klage, und er lief selbst, so schnell er konnte, hinab und schloß Kasperles Kammer auf. Muckstill war es innen, nur aus Kasperles Bett tönte lautes Geschnarche.

Der Haushofmeister schüttelte den Kopf. Der Herzog hat geträumt, dachte er und stieg wieder die Treppe hinauf. „Kasperle schläft,“ meldete er oben.

„Unsinn, er hat gelacht! Man bringe ihn her!“ befahl der Herzog.

Da ging der Haushofmeister mit dem Kammerdiener hinab. Unten riefen sie: „Kasperle, du sollst zum Herzog kommen.“

Kasperle, der Schelm, regte und rührte sich nicht, er schnarchte wie eine Eule. Schließlich nahm ihn der Kammerdiener auf den Arm, und da rekelte sich Kasperle und tat, als könne er gar nicht die Augen aufmachen, und oben in des Herzogs Zimmer riß er seinen Mund, so weit er konnte, auf und gähnte erschrecklich. „Uah, uah!“ Und dabei dehnte er sich, und schnipp, bekam der Haushofmeister Kasperles Bein mitten ins Gesicht.

„Kasperle,“ rief der Herzog zornig, „was tust du da?“

„Ich schlaaafe!“

„Du hast gelacht!“