„Na, dann halt den Schnabel! — Also, hört zu! Das Michele hat dann Kasperle wieder geholfen. Der ist ausgerissen, und wißt ihr, wohin er geraten ist?“
„Nä!“ schrien die Kinder.
„Nach Torburg.“
„Wir wollen ihn sehen, wir wollen ihn sehen!“ kreischten die Kinder; Torburg lag im Tal; nur eine Stunde weit war es von Wutzelheim entfernt.
„Donnerwetter, bleibt doch da!“ Der Kasperlemann erschrak ordentlich. Alle Kinder wollten davonlaufen, und er saß dann da und hatte keine Pfennige.
„Er ist ja nicht mehr dort,“ rief er darum schnell.
„Ach so!“ jammerten die Wutzelheimer Kinder enttäuscht.
„Wo ist er dann?“ Hansjörg drängte sich wieder ganz nahe an das Budchen, und klitsch! bekam er einen Backenstreich, aber tüchtig. Kasperle schlug mit seinem Holzbein derb zu, und Hansjörg brach in ein Jammergeheul aus: „Ich sag’s meinem Vater! Ich sag’s meiner Mutter, Kasperle hat mir gehaut!“
„Sei doch nicht dumm!“ Die andern Kinder zerrten Hansjörg, der davonlaufen wollte, zurück, und der Kasperlemann fuhr zu erzählen fort: „Also, in Torburg wohnte ein alter Gärtner, Meister Helmer, in einem wunderschönen Garten, der nahm das Kasperle als Gärtnerburschen an. Dort hat er ein Weilchen gelebt, bis ich eines Tages nach Torburg kam und erfuhr, Kasperle sei dort. Nun hatte der Herzog August Erasmus eine noch höhere Belohnung
ausgesetzt; die wollte ich mir verdienen und Kasperle fangen und —“