„Wo habt ihr den Schatz? Ist’s eine große Kiste?“ fragten die andern.
Aber es war keine Kiste, im Mondlicht konnten die beiden erkennen, daß einer des anderen Spaten erfaßt hatte. Das war eine rechte Enttäuschung und sie gruben brummelnd weiter. Ach, war das schwer!
„Dauert das lange, ehe ihr den Schatz findet,“ seufzte Anne-Marte.
„Na grab’ du doch,“ sagte Jörgel unwirsch, aber gleich darauf tröstete er wieder: „Wir werden ihn schon finden.“
„Es raschelt was,“ flüsterte Brigittchen plötzlich, „da bewegt — sich — was!“
Rutsch verschwand der Mond wieder hinter einer Wolke und furchtsam schauten alle ins Dunkel.
„Es ist der Wind,“ sagte Jörgel mutig, „seid nicht so dumm, wer soll uns denn was tun, losgegraben!“
Etliche Minuten schafften die drei Buben eifrig und die Mädels standen still dabei, fürchteten sich und wagten es doch nicht zu sagen.
„Potztausend, jetzt ist da was,“ schrie Severin, und zu gleicher Zeit jammerte Brigittchen: „Mein Bein, mein Bein, ach, mich faßt wer an mein Bein, huhuhu.“
„Dein Bein ist’s?“ sagte Severin verblüfft und ließ Brigittchens Bein los, die ein wenig in das gegrabene Loch getreten war.