„Was ist sie denn da, Vater Klaus?“ rief Jörgel, verdutzt ob der schwierigen Verwandtschaft.

„Ei, sieh mal an, da sind ja die Schatzgräber,“ sagte der Doktor, der die Kinder erkannte. Die lachten und wurden ein bißchen verlegen, aber bald überwanden sie ihre Schüchternheit, und es dauerte gar nicht lange, da saß der Doktor im Pantoffelmacherstübchen und plauderte mit allen wie ein guter, alter Freund.

Mutter Paulinchen zeigte ihm auch das Museum, und die Kinder stiegen die Turmtreppe mit hinauf, sie wollten erklären helfen. „Die Waffen stammen aus dem dreißigjährigen Krieg!“ erzählte Frau Paulinchen, „und diese hier aus der Franzosenzeit.“

„Wann war denn der dreißigjährige Krieg?“ fragte der Doktor neckend, und unglückseligerweise richtete er seine Frage gerade an Wendelin.

Der seufzte schwer, Geschichte, Geographie und noch manche andere Fächer waren seine schwache Seite.

„Der war, der war — als Napoleon lebte,“ sagte er endlich kühn.

Der Doktor lachte, und die anderen Kinder kicherten. „Wie lange hat der Krieg denn gedauert?“

„Sieben Jahre!“ rief Wendelin stolz ob seiner gewaltigen Kenntnisse.

Die andern lachten hell auf, nur Brigittchen nicht, der tat es gleich leid, daß der Freund ausgelacht wurde, und schmollend sagte sie: „Es ist doch nicht schlimm, wenn Wendelin ein paar Jahre weniger sagt.“

„Na eben,“ brummte Wendelin, der jetzt merkte, daß er eine Dummheit gesagt hatte, „meinetwegen kann der dreißigjährige Krieg auch zehn Jahre gedauert haben.“