„Pfingsten regnet’s nie,“ brummte Wendelin, und recht laut und patzig schrie er Jantge noch über den ganzen Kirchplatz nach: „Pfingsten auf Wiedersehen!“

„Wenn’s nicht regnet,“ sagte Martin und lachte sich eins.

Durch den Wald, durch den sie neulich gewandert war, fuhr Jantge am Nachmittag der neuen Heimat entgegen. Ihr kleines Herz war voll Dankbarkeit und Freude, und Frau Vogeler dachte, als sie die strahlenden Blauaugen sah: „Es ist gut, daß ich das Kind in unser Haus geholt habe!“

Vor der „Fröhlichen Einkehr“ stand der Wirt und rief den Ankommenden einen heiteren Gruß entgegen. Als er Jantge aus dem Wagen hob, schaute er ihr prüfend in das Gesicht, und dann rief auch er: „Frau, es ist gut, daß du das Kind geholt hast. Willkommen daheim, mein Mädel, Gott segne deinen Eingang!“

Der kleinen Jantge war es zu Mute wie einem Vöglein, das sein Nest verloren hatte, und das eine liebe, weiche Hand sacht wieder in ein Nestlein legt, eins, in das warm die Sonne hineinscheint. Nach acht Tagen sagten alle Leute im Hause „unsre Jantge!“ Die Kleine selbst dachte, wie Klaus Hippel von seinem Turm, daß es wohl auf der weiten Welt keinen schöneren Ort geben könnte als das alte Haus am Waldrand.

Und daß sie es noch heute findet, kann jeder sehen, der Einkehr hält in der „Fröhlichen Einkehr“.

Christoffel will ein König werden.