Aber der Pfingstkuchen war alle, und was das Schlimmste war, wenn Christoffel von seinen Erlebnissen erzählen wollte, dann glaubte es ihm niemand. Und dabei wäre er beinahe zweimal König geworden, es war doch toll.

Nur Mariele glaubte ihm alles; der erzählte er oft von seinen Erlebnissen. Er sagte aber, er wolle nun doch daheim bleiben, das Königwerden hätte er satt. Nur manchmal, wenn er schlechter Laune war, weil er in der Schule einen Tadel bekommen hatte, dann rief er: „Ich gehe in die weite Welt und werde ein König.“

„Und trinkst Tau und ißt gebratene Regenwürmer!“ sagte Mariele; da war er dann still.

So blieb er ein Hirtenbube, später wurde er ein Bauer, heiratete das Mariele und blieb in seinem Dorf bis an sein Lebensende. —

Der Doktor Fröhlich schwieg, und die Kinder saßen ein Weilchen still; auf einmal sagte Wendelin: „Pfui, gebratene Regenwürmer, die möchte ich auch nicht.“

„Ich wär’ aber doch bei der Blumenkönigin und Melinde geblieben,“ flüsterte Brigittchen versonnen.

„Es hört auf zu regnen, ich glaube, wir bekommen gutes Wetter,“ rief plötzlich die alte Dorothee ins Zimmer hinein.

Da sprangen alle auf und rannten ans Fenster, wirklich es regnete sachter und der graue Himmel hatte feine, helle Schlitze bekommen. „Gutwetteraugen“ nannte es Fräulein Helene.

„Es wird schön, da können wir morgen Jantge in der ‚Fröhlichen Einkehr‘ besuchen,“ riefen die Kinder jubelnd.

Ein Weilchen später patschten sie vergnügt durch die Pfützen heimwärts, alle fanden sie einmütig, daß es doch ein wundervoller Pfingsttag gewesen sei, und morgen, morgen würde es sicher schönes Wetter sein.