Im Nu hoben sich alle Köpfe empor, blaue und braune Augen blitzten, und in hellem Jubel erklang es: „Ach ja!“

„Nun gut, dann will ich bleiben,“ sagte der Herr Lehrer. „Aus eurem Ständchen, Buben, ist zwar nichts geworden, es hat mir aber doch gezeigt, daß ihr mich lieb habt, darum will ich bleiben. Seid ihr zufrieden?“

„Ja, ja,“ jauchzten die Kinder, und am allerlautesten schrien die Buben, sie kamen sich ungeheuer wichtig vor. Sie redeten dann vier Wochen lang nur von dem Ständchen, und daß es wundervoll geworden wäre, – wenn es nur stattgefunden hätte.

Die Bauern zahlten die zerrissene Trommel, und der Herr Lehrer blieb zur allgemeinen Freude in Oberheudorf. Er ist noch da und wird wohl auch dableiben, und die Oberheudorfer Buben und Mädel lieben ihn sehr. Dummheiten machen sie freilich trotzdem, ja, und – faul sind sie mitunter auch, und der Herr Lehrer muß trotz aller Liebe oft genug schelten. Hinterher aber, wenn der Ärger vorbei ist, denkt er dann wohl an das Ständchen und sagt lächelnd: „Gut sind sie halt doch, wenn's auch mal verkehrt herauskommt!“

Es brennt überall.

Es war am Tage vor Weihnachten. Ganz Oberheudorf roch von einem Ende bis zum andern nach Weihnachtsstollen und Tannenbäumen, nach Pfefferkuchen und frisch gescheuerten Stuben. Wenn die Kinder über die Dorfstraße gingen, dann schnupperten sie wie Mäuschen, wenn sie Speck riechen, und der dicke Friede sagte: „Es riecht zum hungrig werden!“