Da lachten ihn alle aus, aber Heine Peterle machte sich nichts daraus, er war nur froh, daß er wieder daheim war. An diesem Abend aß er sieben Brotschnitten, eine halbe Schlackwurst und einen Handkäse, und sicher hätte er noch mehr gegessen, wenn er nicht beim siebenten Butterbrot eingeschlafen wäre, so fest, daß er gar nicht merkte, wie ihn die Mutter ins Bett trug.
Der Schulrat in Oberheudorf.
Wie Buben und Mädel wohl manchmal denken, so dachten auch die Oberheudorfer Kinder mitunter: „Wenn heute doch keine Schule wäre!“ – Sie dachten das bei den verschiedensten Gelegenheiten, zum Beispiel wenn im Winter schöne Eisbahn war oder im Frühling die ersten Veilchen blühten, wenn im Sommer die Kirschen reiften oder in Niederheudorf Vogelschießen war. Hundert Gründe gab es für den Wunsch, und die faulsten Buben und Mädel fanden wohl noch den hundertundeinsten Grund.
Einige ganz besondere Faulpelze, wie Bäckermeisters Mariele, Anton Friedlich und Schulzens Jakob, die wünschten sogar, es möchte gar keine Schule geben. „Wenn doch der Kaiser mal die Schule verbieten möchte!“ seufzte Anton, wenn er seine Rechenaufgabe nicht gemacht hatte.
„Oder der Sturm das Dach abdeckte!“ rief Mariele.
Letzthin hatte nämlich der Wind drei Ziegel vom Backofendach heruntergeworfen, seitdem ärgerte sich die Kleine, daß bei der Gelegenheit nicht das Schuldach ein bißchen kaput gegangen war.