Alle braunen und blauen Buben- und Mädelaugen richteten sich empört auf Leberecht Sperling. Ob er das wohl wagte? „Das Karussell ist doch für uns!“ knurrten etliche.

„So? Meint ihr, ihr ungezogenes Volk?“ rief der Waldhüter zornig, sprang auf und kletterte richtig auf das braune Pferd, weil das der einzige freie Platz war.

Dideldideldi, dideldideldi! ging geschwind das Karussell los.

Nick! machte das braune Pferd, und Leberecht Sperling stieß mit der Nase beinahe auf den Boden.

„Ihr Diener!“ rief Friede Hopserling, der Müllerknecht, der stand und zusah; er dachte, der Waldhüter habe ihn gegrüßt.

„Dummer Müllerbursche!“ schrie der wütend und – nick! machte das braune Pferd.

„Na, wie geht's?“ fragte der Schulze, der auch herbeigekommen war und dachte, jetzt habe der Waldhüter ihn gegrüßt.

Dideldideldi, dideldideldi ging das Karussell schneller, und Friede Hopserling, der wohl gemerkt hatte, warum Leberecht Sperling nickte, verbeugte sich lachend und schrie: „Schön guten Tag, Herr Waldhüter!“

Nach und nach kamen immer mehr Zuschauer, und je schneller das Karussell ging, desto öfter nickte Leberecht Sperling auf seinem braunen Pferd. Und die Bauern und Bäuerinnen, die sich wunderten, daß der sonst so mürrische Waldhüter heute so höflich war, nickten wieder, und Mine, die Wirtsmagd, machte sogar einen tiefen Knicks.

Leberecht Sperling ärgerte sich immer mehr und schrie: „Aufhören, auf–hören!“