„Aber 's darf nichts kosten,“ rief Schnipfelbauers Fritz vorsichtig. Er besaß nämlich nur fünf Pfennig, und dafür wollte er sich beim Krämer einen Kreisel kaufen.
„Hm,“ machte Friede Hopserling und versank in tiefes Nachdenken. Die Buben standen still und andächtig um ihn herum, denn wenn Friede nachdachte, durfte er nicht gestört werden, er konnte dann fuchswild werden.
„Bringt doch ein Ständchen!“ sagte er nach einer Weile und sah sich stolz im Kreise um.
„'n Ständchen? Was ist denn das?“ riefen alle Buben erstaunt.
„'n Ständchen,“ sprach Friede Hopserling langsam und bedächtig, „das ist, nu das ist eben – hm – das ist – ein Ständchen!“
Verdutzt sahen die Buben einander an. Recht verständlich war ihnen diese Erklärung nicht, und Schnipfelbauers Fritz rief naseweis wie immer: „Aber sag doch nur, was ist ein Ständchen?“
Friede Hopserling sah den Buben strafend an und erhob drohend seinen Pinsel. Da verkroch sich der Naseweis hinter Schulzens Jakob und hielt seinen Mund; wenn Friede ein solches Gesicht machte, war nicht gut Kirschen essen mit ihm.
„Hm, na so, ein Ständchen, hm, da wird Musik gemacht,“ erklärte Friede Hopserling weiter. „Bei den Soldaten, da hab'n wir ein Ständchen gebracht, hm, ich hab' aber nur zugehört, unser Oberst wollte auch abgehen.“
„Ist er dann geblieben?“ riefen drei Buben hoffnungsfreudig.
„Nä,“ sagte Friede Hopserling etwas verwirrt, „hm, nu so, aber fein war's.“